Über uns

Institut für gesellschaftliche Prävention

Das Institut für gesellschaftliche Prävention (GbR Zakzak & Ezzedine) ist aus dem gemeinsamen Anspruch entstanden, gesellschaftliche Probleme nicht nur zu beschreiben, sondern ihnen fachlich fundiert und präventiv zu begegnen. In der Zusammenarbeit an dem Buch "Toxische Männlichkeit bei jungen Migranten – Wenn Ehre zu Gewalt wird" wurde für uns immer klarer, dass es in Deutschland viele Debatten über Gewalt, Migration, Radikalisierung, Ehrvorstellungen und soziale Spannungen gibt - aber zu wenig Raum für differenzierte Einordnung, wirksame Prävention und tragfähige Lösungen. Das Buch selbst versteht Prävention, Anerkennung und Teilhabe als zentrale Gegenkräfte zu Gewalt und verbindet persönliche Erfahrung mit professioneller Analyse.

Unsere Motivation ist deshalb eindeutig: Wir wollen nicht erst dann reagieren, wenn Probleme eskalieren, sondern dort ansetzen, wo Entwicklung, Beziehung, Haltung und Verantwortung noch gestaltet werden können. Wir sehen in vielen öffentlichen Debatten, dass häufig vor allem Symptome benannt und Maßnahmen gefordert werden, ohne ausreichend zu prüfen, ob diese Maßnahmen fachlich tragen, nachhaltig wirken oder lediglich Handlungsfähigkeit signalisieren. Genau hier setzen wir an - mit Seminaren, Workshops, Weiterbildungen und Beratung für Jugendhilfe, Schulen, Kommunen, Politik, soziale Träger und Justiz.

Seit der Gründung am 1. April 2026 steht unser Institut für eine Arbeit, die Praxisnähe, persönliche Erfahrung und fachliche Tiefe miteinander verbindet. Unser Ziel ist es, Fachkräfte, Institutionen und Entscheidungsträger dabei zu unterstützen, gesellschaftliche Konfliktlagen besser zu verstehen und handlungsfähig zu werden - nicht alarmistisch, sondern differenziert; nicht ideologisch, sondern lösungsorientiert; nicht erst im Krisenfall, sondern möglichst früh.

Mohamed Zakzak

Mohamed Zakzak wurde 1977 im Libanon geboren und kam 1989 als unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland. Heute ist er Diplom-Sozialarbeiter, zertifizierter Anti-Aggressivitäts-Trainer, Traumapädagoge, systemischer Berater und Fachkraft für Kinderschutz. Über viele Jahre war er in der Jugendhilfe tätig, unter anderem in leitender Verantwortung in der Schulsozialarbeit; seit 2019 ist er Inklusionsbeauftragter der Stadt Pforzheim. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Inklusion, Migration, Barrierefreiheit und Gewaltprävention.

Was Mohamed Zakzak auszeichnet, ist der Blick hinter die Fassade gesellschaftlicher Debatten. Er verbindet fachliche Analyse mit echter Nähe zur Lebensrealität der Menschen, über die oft gesprochen wird, ohne ihnen wirklich zuzuhören. Auch seine Bücher zeigen diesen Anspruch: Sie beschäftigen sich mit gesellschaftlicher Vielfalt, patriarchalen Strukturen, politischer Teilhabe und den Herausforderungen junger Männer mit Migrationsgeschichte.

Seine Motivation ist nicht theoretisch, sondern biografisch und beruflich gewachsen - aus eigener Erfahrung, aus vielen Jahren in der Jugendhilfe und aus der Überzeugung, dass Prävention nur gelingt, wenn Menschen differenziert betrachtet werden. Nicht Schlagworte, sondern Verstehen. Nicht Ausgrenzung, sondern Verantwortung. Nicht Symbolpolitik, sondern wirksame Handlungskonzepte.

„Prävention heißt für mich, früh hinzusehen, klar zu benennen und wirksam zu handeln.“

Gründer & Fachlicher Experte

Ibrahim Ezzedine

Ibrahim Ezzedine wurde 1996 in Deutschland geboren, ist Wirtschaftsingenieur (B.Sc.), studiert Psychologie. Seit 2019 engagiert er sich ehrenamtlich als Referent an der Seite von Mohamed Zakzak und war an Projekten sowie an der Konzeption zu Themen wie Trauma, Flucht und Radikalisierung beteiligt. Im gemeinsamen Buch hat er unter anderem Beiträge zu Vorbildern, Beziehungen sowie zur Einordnung von Kriminalstatistik im Spannungsfeld von Migration, Männlichkeit und Ehrkultur verfasst.

Im Institut bringt Ibrahim Ezzedine analytisches Denken, gesellschaftliche Beobachtung und den Blick für kommende Entwicklungen zusammen. Ihn interessiert nicht nur, wie soziale Probleme entstehen, sondern auch, wie technologische, wirtschaftliche und psychologische Veränderungen das Zusammenleben beeinflussen. Aus diesem interdisziplinären Zugang heraus entwickelt er Perspektiven, die klassische Präventionsarbeit um neue Fragen erweitern: Wie verändern sich Identität, Zugehörigkeit, Orientierung und soziale Dynamiken in einer sich wandelnden Gesellschaft? Und welche Lösungen brauchen Fachpraxis, Institutionen und Politik wirklich? Diese Ausrichtung wird auch in seinem Autorenporträt deutlich, in dem sein Anspruch beschrieben wird, aus Technik, Wirtschaft und Psychologie ganzheitliche und transformative Lösungsansätze für Menschen, Unternehmen und Gesellschaft abzuleiten.

„Wer gesellschaftliche Probleme verstehen will, muss Zusammenhänge erkennen und Lösungen mitdenken.“

Gründer & Leiter für Organisation und Strategie

Unsere Referenzen

Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehrsraum – Grundlagen, Planung, Bauausführung

Dieses Praxishandbuch zeigt, wie Barrierefreiheit im öffentlichen Raum fachgerecht geplant und umgesetzt werden kann. Es verbindet gesetzliche und technische Grundlagen mit vielen Abbildungen, realen Beispielen und konkreten Lösungsvorschlägen aus der Praxis. Dabei macht es typische Fehlerquellen sichtbar und unterstützt Verantwortliche dabei, Vorschriften nicht nur formal, sondern wirksam anzuwenden. Das Buch richtet sich besonders an Fachleute aus Planung, Bau und kommunaler Praxis.

Toxische Männlichkeit bei jungen Migranten – Wenn Ehre zu Gewalt wird

Dieses Buch untersucht, wie patriarchale Prägungen, Ehrvorstellungen und fehlende Teilhabe bei jungen Migranten in Gewalt umschlagen können. Es verbindet fachliche Analyse, persönliche Erfahrung und politische Einordnung zu einem praxisnahen Gesamtbild. Gleichzeitig zeigt es, wie frühe Prävention, Anerkennung und soziale Teilhabe wirksame Gegenstrategien sein können. Daraus entwickelt das Buch konkrete Handlungsansätze für Soziale Arbeit, Jugendhilfe und Integrationspraxis.

Die Mhallamis – Tradition und Integration Arabischer Clans

Dieses Buch beleuchtet die historischen, kulturellen und sozialen Hintergründe arabischer Clanstrukturen in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Werte wie Ehre, Tradition und familiärer Zusammenhalt sowie deren Einfluss auf Rollenbilder, Konfliktlösungen und soziale Dynamiken. Zugleich zeigt das Buch, wie Flucht, Traumatisierung und Ausgrenzung diese Strukturen über Generationen geprägt haben. Es bietet damit eine differenzierte Grundlage, um Clanmilieus besser zu verstehen und professionell mit ihnen zu arbeiten.